Basketball_1 Wir können es nicht lassen. Bereits letztes Jahr konnten wir, die WKIII Mädchen der Basketballschulmannschaft des Ludwig-Leichhardt-Gymnasiums, beweisen, dass wir nicht nur Teamgeist, sondern auch Spielfähigkeiten haben. Als erstes Mädchenteam aus Cottbus konnten wir uns sowohl letztes, als auch dieses Jahr durch das Stadt-, Regional- sowie das Landesfinale kämpfen und somit als eine der 16 Topmannschaften aus Deutschland vom 02.05.-06.05.2017 Brandenburg beim Bundesfinale in Berlin vertreten.

Dienstag, der 02.05.2017 (Ankunft)
Früh am Tage trafen wir uns gemeinsam mit den Tischtennisspielern am Hauptbahnhof in Cottbus und kaum saßen wir im Zug, stieg die Aufregung und gleichzeitig auch die Freude auf die Woche. Als großes Ziel haben wir uns vorgenommen, unseren Teamzusammenhalt zu stärken, denn die Mannschaft besteht aus einer bunten Mischung von verschiedenen Klassenstufen und Sportarten, die im Sportklassentraining 3 Mal die Woche zusammengeführt werden. Doch das sollte und war auch keine Hürde für uns, eher ein Vorteil.
Jeder sollte sich natürlich Gedanken darüber machen, was die Stärken des Teams sind und welche Vorhaben man für die Woche hat. Dies wollten wir schriftlich festhalten und haben im Zug jedermanns Gedanken auf Papier gebracht. Am Hauptbahnhof Berlin angekommen, haben wir unsere Koffer abgestellt und während Herr Körber sich um unsere Pässe bemühte, hatten wir viel Spaß an Kicker-Tischen. Unsere Freizeit nutzten wir, um ein Plakat zu erstellen, worauf wir die im Zug erfassten Gedanken fixierten. Dieses sollte uns als kleiner Motivator bei schlechter Laune dienen und uns daran erinnern, wofür wir nach Berlin gekommen sind.
Anschließend fuhren wir auch schon zur Jugendherberge, im 4. Stock befanden sich unsere Zimmer. Leider bekamen wir ein fünfer und ein vierer Zimmer, doch zu unserem Glück hatte ersteres 8 Betten, sodass wir nur noch eine Matratze rüberbringen mussten; denn ein Zimmer für das ganze Team zu haben, war uns von Anfang an sehr wichtig.
Gerade angekommen ging es bereits nach einer kurzen Pause weiter. Am Anreisetag standen keine Spiele an, sodass wir uns um eine Freizeitbeschäftigung gekümmert haben. Wir besuchten in getrennten Gruppen 2 Escape Rooms („Die Bombe“ und „Madness“) und unser Ziel dabei war es, als Team einen Weg aus den Räumen zu finden. Eine Gruppe war erfolgreich, die andere nicht, doch trotzdem hat es sehr viel Spaß gemacht und uns den perfekten Einstieg in die Woche geboten.

Mittwoch, der 03.05.2017 (1. Spieltag)
Die Aufregung stieg, umso näher wir der Halle kamen. Es wurde jeweils zweimal acht Minuten mit je einer Auszeit pro Halbzeit und einer zweiminütigen Halbzeitpause gespielt.
Das erste Spiel gegen Mecklenburg-Vorpommern gingen wir ziemlich motiviert an und gewannen 19:12. Wir haben uns mit Mühe den Handballern widersetzt und ab und zu nicht gepfiffene Fouls ertragen müssen.
Als Zweites stand Hessen auf dem Plan. Wir setzten keine allzu hohen Erwartungen an das Spiel, da man Hessen, den Zweiten des vorigen Jahres, schon von Anfang an zu den Finalisten zählte. Wir verloren zwar, jedoch nicht mit einem traurigen Gesicht. Das Spiel hat uns sogar gepuscht und wir konnten dafür, dass wir solch eine zusammengewürfelte Mannschaft sind, ziemlich gut gegen und sie ganz ordentlich in Schach halten. Im Endeffekt hatten wir trotzdem Spaß dabei, gegen viel stärkere Basketballerinnen zu spielen.
Während der Mittagspause sind wir alle gemeinsam zu einer naheliegenden Pizzeria gelaufen und haben uns ein bisschen gestärkt.
Unser nächster Gegner war Schleswig-Holstein. Dieses Spiel sollte für uns unser Finale sein, denn dabei ging es um den Einzug in den Kampf um Platz 1-8. Es verlangte uns viel ab und zwischenzeitlich mussten wir uns gegenseitig immer wieder motivieren, um nicht aufzugeben. In den letzten Minuten der zweiten Halbzeit zeigte die Anzeigetafel, dass wir mit einem Punkt hinten lagen und es schien noch alles offen zu sein, bis deren beste Spielerin ihnen einen Vorsprung von fünf Punkten verschaffte und die letzten Sekunden des Spiels liefen. Als schließlich abgepfiffen wurde, stand es 22:27 für SH und somit wussten wir, dass wir um Platz 9-16 kämpfen mussten.
Der Tag neigte sich dem Ende zu und wir setzten uns im Zimmer nochmal damit auseinander, was im letzten Spiel schief gelaufen sein könnte. Wir kamen zu dem Schluss, dass wir uns nun damit abfinden mussten, dass SH zu besiegen war, sich aber im Endeffekt als spielerisch schlauer und erfolgreicher beim Treffen herausgestellt hat. Langsam aber sicher versuchten wir nach vorne zu blicken und das Positive in der Niederlage zu sehen: Wir haben als Team verloren und diese Erfahrung haben wir vielleicht gebraucht.

Donnerstag, 04.05.2017 (2. Spieltag)
Bereits von früh an war jeder damit beschäftigt, sich selber zu motivieren und um das nochmal zu verstärken, nahmen wir das Plakat in die Hand und lasen unsere Stärken vor. Wir versuchten an unserem zweiten und letzten Spieltag besonders wichtige Ziele für das Team hervorzuheben.
Nach dem Frühstück ging es auch schon los, denn bald stand das Spiel gegen Hamburg an. Zwei der WKII Mädels, ein weiterer Trainer und sogar unser Direktor, Herr Wegener, haben extra den weiten Weg aus Cottbus auf sich genommen, um uns zu unterstützen. Sie standen uns bei, denn das Spiel gegen Hamburg war nicht besonders erfolgreich. Vielleicht war es unsere Unterschätzung der anderen Mannschaft, die uns am Ende immer unkonzentrierter werden lassen hat und uns zur Niederlage brachte. Es liefen die letzten Sekunden und das Spiel war so gut wie verloren. Nur mit zwei Punkten setzten sich unsere Gegner durch - 14:16 lautete der Punktestand, der vielen Mädels Tränen kostete. So knapp an einem erfolgreichen Tagesstart vorbei. Es war ein sehr emotionales Spiel, das ist besonders aufgefallen.
Schon beim Zuschauen mussten wir schlucken. Unsere nächsten Gegner hatten ziemlich viel auf dem Kasten, wie man so schön sagt. Wir wollten nicht denselben gedanklichen Fehler wie gegen Hamburg machen, sodass wir uns von vornherein alles offenhielten. Es war jedoch mit einer hohen Niederlage zu rechnen. Zu dem Erstaunen des ganzen Teams haben wir sehr gut mithalten können - defensiv jedenfalls - und lange stand es 0:0. Nach und nach haben sich jedoch Spielerinnen von uns ausgefoult und die stärkste Spielerin von Rheinland-Pfalz hat dies ausgenutzt und in der zweiten Halbzeit viele Korbleger für ihr Team getroffen. Rundum kann man aber sagen, dass dies eins unserer besten Spiele war, sowohl spielerisch, als auch mannschaftlich und taktisch. Wir haben verloren, doch waren zufrieden mit unserer Leistung. Herr Wegener hat viele Momente dieses Spiels auf Bildern festhalten können.
Aus Bremen kamen unsere nächsten Gegner und gegen sie sollte unser letztes Spiel der Woche stattfinden. Wir wollten nochmal besonders zeigen, was für ein tolles Team wir sind und dass es uns keinesfalls an Spielleistung fehlt. Genau das ist uns gelungen. Mit der verbalen Unterstützung anderer Teams bekamen wir einen zusätzlichen Puscher und hängten uns nochmal richtig rein. Das hat sich gelohnt, denn wir gewannen und schlossen Berlin somit ab, jedenfalls die Spieltage.

Freitag, 05.05.2017 (Abschlusstag)
Ausschlafen, gemächlich frühstücken gehen und dann in die Stadt und Berlin am Ende der Woche nochmal so richtig auskosten – so war der Plan. Den letzten Tag fanden nur noch die Finalspiele statt und wir waren natürlich dabei, um Hessen anzufeuern. Sie haben es nämlich geschafft und kämpften mit Sachsen um Platz 1. Es war ein sehr spannendes und hochklassiges Spiel, doch am Ende konnte sich Hessen verdient und souverän durchsetzen.
Im Laufe des Tages verbrachten wir noch Zeit in einem Café und nutzen das restliche Geld, welches wir gesponsert bekommen haben, aus, um Eis zu essen. Eine schöne Runde ergab sich und wir hatten Zeit, um die ganze Woche nochmal Revue passieren zu lassen.
Auf den nun folgenden Abend hat sich jeder gefreut, denn die Abschlussveranstaltung des Bundesfinals stand an. Alle Sportarten versammelten sich in der Max-Schmeling-Halle und es gab eine riesen Siegerehrung mit einer abschließenden Party mit besonderen Gästen, wie zum Beispiel Wincent Weiss. Je später es wurde, desto besser wurde jedermanns Laune. Jede Sportart wurde nach und nach geehrt und die Sieger bekamen in allen Altersklassen ihre verdiente Medaille. Am Ende gab Wincent Weiss ein Konzert und anschließend legte noch ein DJ auf. Alle haben getanzt und gefeiert. Spät kamen wir in die Jugendherberge zurück und legten uns auch sofort aufs Ohr, denn früh hieß es Koffer packen und auf geht’s nach Hause.

Samstag, 06.05.2017 (Rückfahrt)

Früh aufgestanden und die Koffer gepackt gingen wir zum letzten Frühstück in Berlin. Mit etwas bisschen Pech verpassten wir ganz knapp unseren Zug und verbrachten noch ein bisschen Zeit am Bahnhof. Die letzten Stunden, in denen wir alle beisammen waren.
Die Zugfahrt verlief schnell und schon bald wurden wir von unseren Eltern am Bahnhof abgeholt und sagten endgültig „Tschüss!“ zu Berlin.

Und zu guter Letzt…

Ein besonders großes Dankeschön wollen wir gegenüber unseren Trainern aussprechen, weil wir bereits Wochen im Voraus im Training genug Zeit bekommen haben, uns als Mannschaft etwas einzuspielen und das hat sich bemerkbar gemacht. Denn das, was uns an Spielerfahrung fehlte, machten wir mit Teamleistung wett, das heißt, das wichtigste Ziel haben wir erreichen können. Im Endeffekt hat es nur für den 13. Platz gereicht, aber trotzdem können wir auf eine tolle Woche zurückblicken und niemand von uns bereut es, dabei gewesen zu sein.

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