Kata-Europameisterschaft_1 Während die meisten im Spree-Neiße Kreis und dem Rest von Deutschland am Pfingstwochenende mit dem Rad mehr oder weniger sportlich unterwegs waren, haben 2 Jänschwalder Judoka zum ganz großen Wurf ausgeholt. Einer von ihnen war unser Abiturient Michael Zapf. Er wurde mit seinem Partner Lukas Stenzel Europameister in der Wurf-Kata. Sie hatten die Aufgabe, die Schönheit des Judo in technischer Perfektion zu präsentieren. Das gelang ihnen an diesem Tag am besten. Sie setzten sich gegen die Besten aus ganz Europa durch!

Dazu unseren ganz herzlichen Glückwunsch

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Die besten Europas

Jänschwalder sind Europameister bei der Kata-EM

Im belgischen Herstal fanden die Europameisterschaften im Bereich Kata statt. Zum Aufgebot des Deutschen Judobundes (DJB) gehörten auch der Gubener Lukas Stenzel und der Jänschwalder Michael Zapf. Beide trainieren den Judosport schon seit vielen Jahren im Jänschwalder Judoclub Kyoko und sind auch bei Katameisterschaften seit vielen Jahren erfolgreich. Erst im Jugendbereich und aktuell auch in der AK +18. Mehrfache Landesmeistertitel in Folge und ebenso vordere Platzierungen bei Deutschen Meisterschaften zieren ihren Weg. Die Berufung ins Nationalteam des DJB zu der diesjährigen Kata-EM war für die Jänschwalder Judoka schon eine große Anerkennung ihre bisherigen Leistungen. Sie sind die ersten im Brandenburgischen Judoverband, welche in den Genuss gekommen sind bei solch einem sportlichen Höhepunkt im Bereich Kata dabei zu sein. Entsprechend wurden die wenigen Wochen davor sehr intensiv genutzt. Gemeinsam mit Trainer Martin Reißmann wurde immer wieder an Details gearbeitet. Im Training oder aber bei Lehrgängen wie z.B. in Eschweiler. Diesen weiten Weg nahm man auf sich um gemeinsam mit dem Team des DJB vorzubereiten. So unterwarf man sich auch den strengen Augen der DJB Verantwortlichen für den Feinschliff. Die Landesmeisterschaft im BJV war dann für beide eine letzte Kontrolle unter Wettkampfbedingungen. Der Titel fast „nur“ Nebensache.

Da bei Turnieren auf internationaler Ebene besondere Bedingungen einzuhalten sind, ging es ins belgische Herstal am Freitag entsprechend früh los. So hatte man am Abend nur ein Zeitfenster von einer Stunde für die Kontrolle der Judoanzüge, welche im Vorfeld extra neu gekauft werden mussten. Man war also gezwungen pünktlich zu sein. Nach diesen Formalien machten sich beide mit der Wettkampfstätte vertraut und agierten schon etwas auf der Matte. Obwohl Michael und Lukas routiniert bei Deutschen Meisterschaften auftreten, war diese EM schon besonders und somit gab es auch etwas Aufregung. Am Samstag den ersten Wettkampftag war man dann gespannt auf die Auslosung. Glücklicherweise waren die Jänschwalder nicht zu Beginn am Start. So konnte man sich einige andere Paare anschauen und feststellen, das die Konkurrenz auch sehr gut vorbereitet ist. Als beide dann zu ihren ersten internationalen Auftritt die Tatami betraten, waren sie voll konzentriert und lieferten einen Top Leistung ab. Auf den Punkt demonstrierten Sie eine der beste Katas die Sie je gezeigt haben. Das zeigte auch das Ergebnis der Wertungsrichter im Anschluss. Platz Eins in der Vorrunde und das mit 10 Punkten Vorsprung auf den Zweiten! Somit haben Sie sich mit der besten Ausgangsposition für die Finalrunde am Sonntag qualifiziert. Da war die Freude schon enorm aber die Aufregung diese Leistung noch einmal zu bestätigen und abzurufen auch. Am Sonntag gab es in der Wettkampfhalle von Betreuer Mathias Zapf und den DJB Betreuern auch noch einmal letzte Hinweise. Mit dem Vorsprung und dem Selbstvertrauen der Vorleistung ging es dann zur Finalrunde auf die Matte. Und wieder gelang eine Super Demonstration der Kata der Standtechniken. Das Endergebnis zeigte es: Europameister! Beide konnten es zunächst nicht richtig glauben und mussten erst realisieren was da passiert ist. Als wäre die Nominierung nicht schon Erfolg genug, setzte beide bei Ihrem ersten internationalen Auftritt gleich die Krone auf ihr Haupt! Sie holten damit neben den international erfahrenen Wolfgang Dax-Romswinkel und Ulla Loosen, eine von Zwei Goldmedaillen für den DJB. Als Europameister sind beide wieder gesund, glücklich aber auch erschöpft in Ihre Heimat zurück gekehrt.

Herzlichen Glückwunsch an Michael und Lukas zu diesen größten Erfolg in der Vereinsgeschichte. Dank auch an Betreuer Mathias Zapf der beide vor Ort gut eingestellt hat und Trainer Martin Reißmann würdig vertrat. Er verfolgte das ganze aus der Ferne, seinem Urlaub und drückte offensichtlich sehr stark die Daumen. Auch wenn er zum eigentlichen Höhepunkt nicht da sein konnte, hat er einen großen Anteil am Erfolg.

Für Michael und Lukas steht jetzt als nächste noch der nationale Höhepunkt, die Deutsche Katameisterschaft an. Aber als Europameister hat man da das Podest nicht automatisch abonniert. Man kann selbstbewusst Antreten aber mit beiden Füßen auf den Teppich bleiben. Viel Erfolg auch da!

 

Daniel Klenner

Foto: Thomas Hoffmann und EJU

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