Rom_2 Anreise + Tag 1, 14.09.2015

Nachdem es am anstrengenden Anreisetag, dem 13.09.2015, erst sehr spät für die 39 erschöpften Schüler und zwei Lehrer (Frau Watzke und Herr Albrecht) ins heiß ersehnte Bett ging, startete der nächste Tag bereits sehr früh und so versammelte sich um 7 Uhr morgens eine noch sehr müde Gruppe, um zum gemeinschaftlichen Frühstück zu gehen. Sogleich wurden wir mit der ersten lehrreichen Lektion konfrontiert, indem wir zunächst einmal feststellten, dass es sich bei dem Schmelzkäse eben doch nicht um Butter handelte, auch wenn es, zumindest der Verpackung nach, zunächst den Anschein hatte. Damit wurde auch das vermeintlich einfache Marmelade-Butter-Brötchen zu einem kulinarisch ausgefallenen ersten Morgenmal.  Tja, Italienisch müsste man können. Die nächste Herausforderung erwartete uns dann auch schon wenige Minuten später in Form des ziemlich eigenen Verkehrssystems in Rom. Wir bemerkten schnell, dass das Suchen nach Fußgängerüberwegen verschenkte Zeit war: Einfach rüber. (So zumindest das Prinzip laut unseres Tour-Guides.)

Unser erstes Ziel kam auch gleich nach dem Verlassen der Metro in Sicht: S. Maria della Vittoria, eine außergewöhnlich imposante barocke Kirche und der Schauplatz des dritten Mordes im Film und Buch „Illuminati“! Dort trafen wir auch zum ersten Mal auf unseren, bereits erwähnten, sehr stimmkräftigen Tour-Guide Frau Dr. Langer, auch „The Voice“ genannt. Mit Humor und Eifer führte sie uns durch Rom und vermittelte uns dabei so einiges an interessantem Wissen. So ging es auch gleich weiter über die Piazza Barberini mit der Fontana Tritone, einem Brunnen des berühmten Künstlers Bernini hin zum Trevi-Brunnen. Danach besichtigten wir die Piazza Navona und die Kirche S. Ignazio di Lovola, die mit ihrer Besonderheit einer lediglich gemalten Kuppel erstaunte. Daraufhin folgte eine Station, die man bei einem Rom-Besuch auf gar keinen Fall missen sollte: das Pantheon. Leider war jenes zu dieser Zeit aufgrund einer Messe des Malteserordens gesperrt, doch der Eisladen um die Ecke bot mit seinen 150 verschiedenen Eissorten einen angemessenen Ersatz. Die Tour endete auf dem Petersplatz, einem weiterem Schauplatz der „Illuminati-Morde“.
Trotz schmerzender Füße „verteilten“ sich die meisten Schüler daraufhin noch in der Stadt, um nach dem straffen Zeitplan des Tages noch einmal einen eigenen Eindruck von der Stadt zu bekommen, bevor es zurück ins Camp ging, wo nach dem gemeinsamen Abend alle erschöpft in ihre Betten fielen; der nächste Tag sollte nicht weniger anstrengend, doch genauso faszinierend werden.

Tag 2. 15.09.2015
Für den zweiten Tag in Rom hatten wir einen vollen Programmplan. Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ging es zum bekannten Forum Romanum, wo „The Voice“ auf uns wartete. Wir sahen Tempel, Triumphbögen und vieles mehr. Durch die Hitze entwickelte sich die Tour zu einer kleinen Jagd nach Schattenplätzen, städtischen Trinkbrunnen und Sitzmöglichkeiten. Danach folgte eine erneute Busfahrt zu den Katakomben, wobei es nur durch Drängen und Quetschen möglich war, alle unterzubringen. Als es dann in die Tiefe ging wurde es sehr kühl  und das Mittragen einer Jacke machte sich bezahlt. Zurück an der Erdoberfläche besuchten wirdas Kolosseum und wir versuchten uns vorzustellen, wie es wohl früher war, dort hindurchzulaufen und einen Kampf zu bestaunen. Von dort aus trennten sich wieder unsere Wege, zu Eisdielen, Pizzerien, großen Denkmälern oder einfach zurück ins Camp in den Pool. Am Abend saßen wir zusammen auf den Terrassen unserer Chalets und spielten, tanzten, redeten und genossen die warme Sommernacht.


Tag 3 + Abreise, 16.09.2015
Der Mittwoch begann wie immer sehr früh und bereits um 9 Uhr waren wir in den Vatikanischen Museen. Ausgerüstet mit Audioguides zogen wir los und „The Voice“ erzählte uns viel zur Geschichte, Architektur und Kunst. Wir konnten die berühmte Laocoon – Statue – bekannt aus unserem Lateinbuch - bestaunen und die Sixtinische Kapelle auf uns wirken lassen. Währenddessen schallten regelmäßig die Anweisungen „Ssssscccccccchhhhhhhh!! SILENTIO!! NO PHOTO!! NO VIDEO!!“ mit grimmiger Stimme durch die Lautsprecher, die viel lauter als die Besucher waren. Im Petersdom herrschte eine ganz andere Stimmung. Er überrumpelte uns alle mit seiner Größe und Pracht, überall schimmerten goldene Verzierungen und Marmorstaturen. Als wir den Vatikan verließen, türmten sich vor uns Unmengen von Stühlen der Papstaudienz. Der letzte Programmpunkt für diesen Tag und somit auch für die Reise war der Besuch der Engelsburg. Der wunderschöne Ausblick über Rom war ein gelungener Abschied von der Stadt. Danach trennten sich unsere Wege. Einige fuhren zurück „nach Hause“, um den Tag am Pool ausklingen zu lassen, andere besorgten die letzten Mitbringsel und erkundeten noch ein paar geheime Ecken Roms. 22 Uhr waren wir wieder vollständig im Camp und spielten bis spät in die Nacht „Werwölfe“, sitzend in einem großen Kreis auf dem Gehweg zwischen unseren Häusern oder tanzten bei der Party.
Nach der kurzen Nacht ging es zu unserem letzten Frühstück und danach hieß es „Putzen bis zum Abwinken.“ Mit dem Bus fuhren wir dann zum Flughafen und dann ohne Turbulenzen und mit tollem Ausblick weiter nach Berlin. Während der letzten Etappe unserer Reise schliefen fast alle im wiegenden und brummenden Bus.
Isabel und Julia

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