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9. Tag

Tag 9_7 Enoshima und Kamakura waren unsere heutigen Ausflugsziele

 

 

 

8. Tag -  Der deutsche Tag in der Omiya Gogo ("Schule")
Ziel des Tages -vermittelt den japanischen Schülern so viel wie möglich über die deutsche Kultur zu vermitteln. Was Essen und Trinken wir? Wohin fahren wir in den Urlaub?
Welche Musik hören die Jugendlichen?
Das läuft wie folgt ab, jeweils zwei Klassen mit 80 Schülern hören unseren jeweils 7 Schülern ca. 30 Minuten lang zu. Danach gibt es in kleinen  Gruppen mit jeweils einem von uns eine. Gesprächsrunde.
Fazit: unsere  Schüler hatten gute Ideen, doch das Zuhören fällt der anderen Seite aufgrund nicht so sicherer Englischkenntnisse schwer und ermüdet diese Schüler schnell. Insbesondere der 4. Durchgang nach der Mittagspause hatte sehr kleine Augen. Wahrscheinlich wäre ein gemeinsamer Chorgesang besser gewesen. Die japanischen Kinder sind sehr unterschiedlich zu begeistern. Einige sind sehr interessiert andere können schon nach kurzer Zeit dem Gespräch nicht mehr folgen. Egal. We did our best.
Nach 5 Durchgängen (um 15:30) sind alle ziemlich geschafft. Wir freuen uns auf die Clubaktivitäten. Herr Wegener geht zum Tischtennis und hat viel Spaß. Jeder möchte sich mit Irmgard messen. Allerdings verloren die meisten gegen ihn. Um 18:00 verlassen wir die Schule- eine ganz normale Endzeit für einen japanischen Schüler oder Lehrer.
Der Abend wird im Kreise der Familie beendet.
Erkenntnis des Tages. Wir finden überall Hilfe. Um 22:00 Uhr suchten wir ein Postamt auf, dass 24 h geöffnet hat, um endlich die Postkarten bestücken zu können, auf die in Deutschland gewartet wird. Der Postangestellte verstand unser Ansinnen nicht. Die Situation war scheinbar nicht zu lösen. Plötzlich trat ein junger Japaner mit seinem Handy an Frau Ristau heran und bat sie Sie zu sprechen.  Wir gingen von einer Liveübersetzung per Handy aus.  Nein. Er hatte sofort seinen spanischen Freund angerufen (wo auch immer er sich befand), der sowohl Englisch als auch Japanisch sprach.  So wurde unser Problem innerhalb einer Minute gelöst. Zufrieden und mit zwei kleinen. Gastgeschenken des Postangestellten zogen wir von dannen.

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Tag 6 und 7


F
ächerübergreifende Exkursion nach NIKKO. Einer Stadt, ca. 150 km nördlich von Omiya. Mit dem Bus fahren wir gemeinsam mi den japanischen Gastschülern und 5 Japanischen Lehrern in die Berge auf ca. 1300 m über Meeresspiegel. Das Wetter ist top für uns. 24 Grad, leicht bewölkt. Sehr angenehm.
Der erste Tempel wurde 863 gegründet. Es kamen viele Tempel in den nächsten Jahrhunderten hinzu. Tempel stehen für den Buddhismus, einer Religion aus Indien, die über China nach Japan kam. Zu Beginn des 17. Jh entstanden in Nikko erste Schreine, welches die Gotteshäuser des Shintoismus (einer anderen Religion) sind. Beide Religionen sind lange Zeit nicht sehr friedlich miteinander umgegangen. In Nikko gelang es einem Shogun die friedliche Existenz in einer Region  durchzusetzen. Aufgrund dieser Tatsache wurde die gesamte Anlage  auch 1999 zum Weltkulturerbe. Die Bilder zeigen einen kleinen Teil der prachtvollen Schreine und Tempel. Bis zu 14000 Arbeiter haben daran gearbeitet. Im Moment  wird sehr viel und aufwendig rekonstruiert, so dass nicht alle Gebäude besichtigt werden konnten. Was aber noch unbedingt erwähnt werden muss, sind die Wälder in denen alles eingebettet ist. Die Baumeister haben mit den Gebäuden gleichzeitig 15000 Zedernbäume pflanzen lassen. Tausenden sind noch fest im Wachstum und haben Höhen von über 30 m erreicht. Wir wirken ein bisschen wie Liliputaner neben diesen Bäumen.
Ach so. Erwähnen möchte ich noch das Mittagessen. Unsere Gastgeber legen viel Wert auf Fleischgerichte. Ungewöhnlich für Japan, aber lecker. Die Schüler bewältigen auch diese Aufgabe mit den Stäbchen.
Um 17:30 erreichten wir das Hotel, mehr eine Mischung aus Pension und heißer Quelle. Denn auch die japanische Badekultur in den ONSEN ist ein Muss für jeden Japaninteressierten. Es sind schwefelhaltige Quellen aus vulkanischen Gesteinsschichten, die unser Bad in der unteren Etage der Unterkunft speisen. Dementsprechend riecht es beim Aussteigen aus unserem Reisebus auch auffällig. Doch nach wenigen Minuten haben wir uns daran gewöhnt. Den Jukata (den traditionellen Bademantel) angelegt und uns zum Abendessen begeben. Mit dem Essen hier hat keiner mehr Probleme. Wir müssen eben oft fragen, was da vor uns liegt , ob es süß, sauer oder fischig ist. Jeder findet aus der Fülle der Speisen etwas für sich. Auch die  Waage zu Hause wird zufrieden sein.
Vor dem Badegang (streng getrennt nach Mädchen und Jungen) gibt es noch einen kleinen Block "Kommunikationsspiele"). Hier fällt auf, dass die japanischen Gastschüler viel, viel lockerer mit der englischen Sprache umgehen. In den Anfangsjahren waren einige sehr scheu. Heute nicht mehr. Sie reden einfach drauf los, was gut ist.
Das abschließende Bad im Onsen wurde durch einen Vollmond vom Feinsten beobachtet. Die Temperaturen um 22:00 kamen den in Cottbus schon sehr nahe.
   
Der nächste Morgen. Die Nacht auf der Tatamimatte war für einige Schüler wieder sehr kurz. Egal. Frühstück und Klamotten einpacken dauerte nicht so lange. Nach 10 Minuten erreichten wir den ersten Wasserfall am 12 km langen See. Der See entstand von ca. 20000 Jahren nach einem Vulkanausbruch. Das Gebiet ist heute gut für Wanderer ausgebaut. Die 1,5 Stunden bis zum nächsten Restaurant waren sehr angenehm. Auch weil wir fast für uns allein waren. Geografisch sehr interessant,  unterhalb eines  erloschene Vulkans durch die Hochebene zu laufen. Im Winter muss es hier auch ausreichend Schnee geben., denn am Restaurant gab es eine Skiausleihe.
Essen bestand aus selbstständigem Grillen am Tisch. Und wieder ein Fleischgericht.
Der Abschluss der Reise sollte eigentlich der Kegon Wasserfall mit 97 m Fallhöhe sein. Leider. War der aber in den Wolken verschwunden.
Der Rest ist schnell erzählt. 2,5 h Busfahrt mit zwei neuen Erkenntnissen über den japanischen Alltag.
Erstens : alle Fahrräder hier sind registriert. Werden sie an einer Stelle in der Stadt abgestellt, wo es nicht erlaubt ist, dann gibt es eine Verwarnung an den Lenker. Beim zweiten Verstoß kommt ein LKW, sammelt alle Fahrräder und bringt sie an einem Sammelpunkt außerhalb. Für die Mühen der Abholung bezahlt derjenige dann noch ca. 20 Euro an die Stadt. (Was wäre das für eine Einnahmequelle?)
Zweitens: an den neuen Kaffeeautomaten gibt es einen 17 Zoll  Flachbildschirm. Auf diesem werden die Bilder einer Kamera vom Inneren des Automaten wiedergegeben. Diese verfolgt den Becher. Also vom Mahlwerk der Bohnen, über den Brühvorgang bis zum Deckelaufsetzen und Ausgeben des Getränkes an den vor den Automaten wartenden Kunden. Alles natürlich zu rhythmischer brasilianischer Musik. Bild des Automaten folgt.

Zusammenfassend: tolle Exkursionstage

Morgen wartet wieder Schule. Wir sind die agierenden und werden uns in 5 Gruppen aufteilen, um möglichst viele Dinge unseres Alltagslebens zu vermitteln.

 

 
Tag 6_1
 
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Tag 5

Tag 5_4 Ruhetag. Ein Tag ohne Besonderheiten. Na ja vielleicht doch ein bißchen. 80 Minuten S-Bahn fahren quer durch Tokyo in der Rushhour.


Tag 4  - Die offizielle Eröffnung des Schuljahres an der Omiya High School

Es ist hektisch, alle sind aufgeregt. 1250 Schüler und Lehrer in der Turnhalle. Wir sind die Ehrengäste und werden geschickt ins Programm eingebaut. Es macht Eindruck, dass wir uns alle bemühen japanisch zu sprechen. Nils hat sich super geschlagen beim Vortrag der Rede von Herrn Wegener. Bei der Hitze und der Aufregung haben die beiden mindestens ein Liter ausgeschwitzt. Es war sooooo heiß auf der Bühne!
Was unseren Schülern bei den Beiträgen der jeweiligen Klassen auffiel, war die völlige Losgelassenheit bei ihren kurzen  Aufführungen. Alle zeigten vollen Einsatz, alle machten mit. Und wenn es eben nur der Fan vor der Bühne war, der seine Gruppe anfeuerte. Es ist eine viel stärkere emotionale Bindung der japanischen Schüler zu ihrer Schule.

Was fiel uns noch auf?
Essen in den Gastfamilien: es gibt zu jeder Mahlzeit Reis und eine Eivariation als Beilage
Die Duschen in den Familien sind teilweise riesig. Es gibt in der Regel ein extra Duschzimmer.
Es ist alles super sauber. Die Gehwege und Straßen sind überhaupt nicht verschmutzt. Niemand wirft etwas achtlos weg. Kein Papier, keine Zigarettenreste und dass, obwohl es kaum Papierkörbe gibt.
Japaner bedanken sich für alles. Das kann mit der Zeit etwas anstrengend sein.
In der Gruppe fühlt sich der japanische Schüler richtig wohl. Da kommt er voll aus sich heraus. Einzeln kostet es ihn Überwindung uns anzusprechen.
Arbeitsgemeinschaften, hier Clubaktivitäten genannt, werden leidenschaftlicher durch den Schüler . Sie gehen da freiwillig und gern hin. Ich habe da noch keinen Lehrer gesehen, der sie anleitet oder betreut. Die Lehrer sind da, auch bis 18:00 oder länger in der Schule. Sie sind mit anderen Dingen beschäftigt. Nur bei Bedarf werden Lehrer befragt. Insgesamt ist das Lehrer-Schülerverhältnis sehr von Respekt geprägt.
In den Gastfamilien läuft der Fernseher immer!
  Die Mutter macht alles zu Hause. Der Vater geht früh sehr zeitig und kommt am Abend oft erst       gegen 22:00 nach Hause.
Die Schulwege sind unterschiedlich lang. Manche benötigen über 60 Minuten für eine Strecke.
-   Bei McDonalds werden  Deckel und Strohhalme extra entsorgt
In den Gastfamilien gibt es auch viele Haustiere. Von Schildkröte bis Hund ist alles vorhanden.
Bei Regen so wie heute, stellen wir fest, dass viele Fußgängerbereiche im Stadtgebiet überdacht sind.
Samstag Abend 22:00 sind alle Japaner noch unterwegs. Es kann vorkommen, dass wir auf eine S Bahn warten mussten, da die Bahnen überfüllt waren.

 

 

Panorama_1
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Tag 4_12

Tag 3

Tag 3_1 Sind schon mit dem Mittagessen fertig. Leckeres Süppchen, japanische Schnitzel mit Austern soße, viel Gemüse und zum Nachtisch Fischpudding mit Shrimps und Pilzen. Eine interessante Zusammenstellung.
Vorher besuchten wir ein Museum, dass an die Opfer des Atombombenabwurfes in Hiroshima erinnert. Sehr emotional.
Jetzt machen wir uns an die Herstellung von japanischen Papier. Die traditionelle Papierherstellung ist nicht für Grobmotoriker und Menschen mit dicken Fingern haben es bei der abschließenden Dekoration der gefertigten Postkarten echt schwer. Die Arbeit bringt einen zur Ruhe!
Dieses Ziel verfolgen hier viele Kulturtechniken. Zum Beispiel die traditionellen Teezeremonie. Jede Bewegung in der Zeremonie  läuft nach vorgeschriebenen Regeln ab.  Es dauert und nimmt die Geschwindigkeit im alltäglichen Stress. Die Unruhe, die bei so vielen Menschen auf engem Raum entstehen könnte, übersteigt aber nie eine bestimmte Grenze. Dazu tragen alle bei.
Niemand ist laut, schon gar nicht in der Öffentlichkeit. Sehr angenehm ist es ,dass kein Japaner in der U oder S Bahn in der U oder S- Bahn telefoniert. Keiner zwingt einem seine unwichtigen Gespräche auf. Es wird Rücksicht genommen!


 

Tag2


Kalligraphie nach einem Schulrundgang. Kurz und knapp. Hat echt Spaß gemacht.

Tag 2_1
Tag 2_2
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Tag 1


11:25 h zu fliegen ist nicht sooo einfach. Es ist der Sieg des Hinterteils über den Verstand. Doch uns sehr entgegen kam, dass die Boing 777-300 nur zur Hälfte gefüllt war. Die bedeutete, nach dem Start suchte sich jeder 3 Sitzplätze und machte sich richtig lang. Service war auch super, sodass eigentlich nur noch die Sonne chic untergehen musste. sie tat es. Schon der Moment dieses weiche Farbenspiel live zu sehen, ist die Reise wert.
In Narita angekommen, wartete das Empfangskomitee und der Bus. Angenehme 25 Grad und 74 % Luftfeuchtigkeit.
Sehenswert sind die Kronleuchter im Bus.
Die Augen lösen sich aber sehr schnell von den Dingern. Schon die Fahrt auf der Autobahn bis nach Saitama dauert 1,5 Stunden. Dafür wird aber auch etwas geboten. Was hier gebaut wurde und wird ... Unglaublich. Auf einem der Bilder ist der 634 m hohe neue Fernsehturm zu sehen. Da geht es nächste Woche übrigens auch rauf. Juhu!
Die Rainbow Bridge, das neue Fernsehzentrum.... Und und und...
Die haben Mut und Sachverstand. Steht ja alles am Meer, im Meer und dicht beieinander.
Wo sollen die 39 - 42 Mio Menschen auch hin, die hier in der Kantonebene auf ca. 17000 Quadratkilometer zusammen leben?
Mit Pause auf einer Raststätte dauerte der Transfer zur Partnerschule 3 Stunden. Wir kurz an der Super-ARENA (einer riesigen Sporthalle für 38 000)  vorbeigefahren.

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Tag 1 oder besser Tag 0!

Anreise hat geklappt. Wetter in Berlin ist bescheiden. Was soll's. Alle haben ihre Pässe mit, Gepäck ist aufgegeben. Tokyo wir kommen. Und dort sollen tatsächlich 30 Grad sein. Wir melden uns vom Zwischenstopp Amsterdam.

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Hinflug_3
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Im Landeanflug. Alles gut, keine Probleme. Wir haben einen doch recht langen Zwischenstopp. 17:50 heben wir dann Richtung Japan ab.

Hinflug_4
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